17.12.2017
Ralf Ehmler

Frauen finden sparsame Männer sexy

Vorbei die Zeiten, als es beim schwachen Geschlecht gut ankam, wenn Männer mit ihren Finanzen protzten.

Vorbei die Zeiten, als es beim schwachen Geschlecht gut ankam, wenn Männer mit ihren Finanzen protzten. Die moderne Frau findet Sparer nicht spießig, sondern attraktiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Bank Rabo Direct. Früher hieß es "Geld macht sexy". Im Grunde stimmt das nach wie vor – vorausgesetzt, die Kerls halten ihr Geld zusammen. Denn die Frau von heute bevorzugt eher sparsame Typen. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine aktuelle Forsa-Umfrage. Für die Erhebung hat das Meinungsforschungsinstitut im Auftrag der Bank Rabo Direct Deutschland im März 2017 genau 1.218 Bürger befragt. Der Umfrage zufolge ist Sparsamkeit nicht nur sinnvoll, sondern macht auch attraktiv. Immerhin gaben 41 Prozent der Befragten an, Personen anziehend zu finden, die regelmäßig Geld auf die Seite legen. Unter den Frauen war dieser Anteil mit 43 Prozent allerdings höher als bei Männern (39 Prozent). Genauso überraschend: Junge Leute finden Sparsamkeit noch reizvoller als ältere. 55 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren gaben an, Frauen respektive Männern anziehend zu finden, wenn diese ihre Finanzen zusammenhalten. Sogar unter den Teenagern scheint Sparen im Kommen zu sein: Nur acht Prozent der 14- bis 19-Jährigen stufen Sparen heute noch als spießig ein, stellte Forsa fest. Erspartes verbindet Außerdem wirkt ein vorsichtiger Umgang mit Geld offenbar nicht nur anziehend, sondern führt auch dazu, dass Partnerschaften halten. Fast zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer, die in einer Beziehung leben, sind der Ansicht, dass die gemeinsamen Ersparnisse sie mit dem Partner verbinden. Wird Geld hingegen ganz locker für dies und jenes ausgegeben, kommt das gar nicht gut. 48 Prozent der Befragten sind sogar sauer, wenn der Partner oder die Partnerin das Geld zum Fenster herauswirft. Unter den Männern ärgern sich sogar 50 Prozent über ein solches Verhalten ihrer Lebensgefährtin. Und: Für 44 Prozent der Frauen und 37 Prozent der Männer ist ein schlechter Umgang mit den Finanzen sogar ein potenzieller Trennungsgrund.