10.07.2018
Rolf-Martin Hell

​Die Weltwirtschaft befindet sich dank des synchronen Aufschwungs weiterhin in einem guten Zustand.

Asien und mittlerweile auch die Eurozone tragen zu einem höheren Wachstum bei.

Donald Trump möchte das US-Leistungsbilanzdefizit
deutlich senken und schreckt dabei nicht vor Importzöllen zurück. Dies
und eine anziehende Lohn-Preis-Spirale bergen derzeit die größten Risiken.
Die globalen Aktienmärkte sind trotz der ersten Kurskorrektur seit 2016 nach wie vor
nicht günstig. Zusätzlich führt das Risiko weiterer Handelsschranken zu einer größeren
Unsicherheit bei den Investoren. Die Bewertungen sind hoch und die US-Zinsen werden
weiter steigen. Euro- und Japan-Aktien sind noch günstig, deutlichere Kurspotentiale
ergeben sich aber nur bei einem schwächeren Euro bzw. Yen.
Die Renditen der meisten Anleihesegmente sind gestiegen und höher als zum
Jahresbeginn. Jedoch kommt die Inflation langsam in Schwung, was zu einer
geringeren Realrendite und Attraktivität festverzinslicher Anlagen führt. Die Inflation
bleibt aus unserer Sicht das Zünglein an der Waage.
Im Zinstief bleiben offene Immobilienfonds ein Must-have, auch wenn diese nicht immun
gegen starke Zinserhöhungen sind. Gold bleibt die wichtigste Krisen-„Versicherung“ im
Depot. Aktuell ist der Goldpreis, gemessen in USD, nicht günstig, Euro-Anleger profitieren,
wenn der US-Dollar wieder steigt und sich der Goldpreis auf dem aktuellen Niveau hält.